Die Industrie im Wandel – von der Dampfmaschine zum intelligenten Roboter!

Nichts ist stetiger als der Wandel und dieser wird auch in der Industrie immer schneller – in jeder Branche. In den letzten Jahren befindet sich die Industrie in einer spannenden Phase, die vergleichbar mit einem strategischen und technologischen Umbruch ist. Diese neue Epoche wird als Industrie 4.0 bezeichnet.

ca. 1800 – Industrie 1.0 Dampfmaschine als Motor

Die erste Massenproduktion durch Maschinen startete circa 1800. Anfangs wurden die ersten Maschinen, wie z.B. Webstühle, durch menschliche oder tierische Kraft betrieben. Die entscheidende Mechanisierung der Produktionsanlagen wurde schließlich mit Hilfe von Wasser- und Dampfkraft bewerkstelligt. Damit konnte die nötige Energie erzeugt und umgewandelt werden. So kamen die ersten Dampfmaschinen zum Einsatz, die sich schnell zur wichtigsten Arbeitsmaschine entwickelten. Zur Entwicklungsphase Industrie 1.0 zählen auch die ersten Eisenbahnen, der Kohleabbau, die Dampfschifffahrt und die Tuchherstellung.

ca. 1913 – Industrie 2.0 – Akkord und Fließband

Industrie 2.0 begann mit der Einführung der Elektrizität als Antriebskraft zum Ende des 19. Jahrhunderts. Mit den ersten Automobilen ab dem frühen 20. Jahrhundert wurde die Arbeit in den Produktionshallen stetig weiter automatisiert und mechanisiert. Die Fabrikhallen produzierten somit in Rekordzeit am Fließband und Motoren nahmen weitere Arbeit ab. Zur Industrie 2.0 zählen die ersten Schritte der Globalisierung, die Herstellung von Automobilen, Kleidung und Lebensmittel, die automatisiert verarbeitet wurden. Auch im Bereich Verkehr hat sich etwas verändert. Die Luftfahrt nahm ihren Betrieb auf und per Schiff konnte man die Weltmeere überqueren.

ca. 1970 – Industrie 3.0 – Arbeiten mit einem Computer

Bereits im 18. Jahrhundert wurde das Konzept „Computer“ durch Charls Babbage entwickelt. Durch die Aufzeichnungen des Vordenkers wurden funktionsfähige Geräte entwickelt. Im Jahr 1941 stellte Konrad Ernst Otto Zuse seinen Z3 als ersten funktionsfähigen Computer der Welt vor. Der Z3 war ein programmgesteuerter, frei programmierbarer und vollautomatischer Computer. Durch diese Epoche startete die dritte industrielle Revolution und weitere Automatisierungen durch Elektrik und IT standen im Fokus. Zunächst brauchten Computer sehr viel Platz. Dies änderte sich mit der Erfindung des Mikroprozessors, der den Weg für kleinere Rechner ebnete. Nach den großen Rechenmaschinen war nun der Personal-Computer für das Büro und Haushalte ein neuer Industriezweig. Heutzutage finden wir Computer in fast allen elektronischen Geräten, wie zum Beispiel Smartphones, Waschmaschinen und Automobilen.

Heute – Industrie 4.0 – Digitalisierung der Fabriken

Industrie 4.0 - moderne Technologie und Produktion im Zeitalter der Digitalisierung. In dieser Phase wird der Fokus auf die zunehmende Digitalisierung früherer analoger Techniken und der Integration von cyber-physischer Systeme gesetzt. Just-in-Time Strategien konnten durch stetigen Weiterentwicklung in der Informationsverarbeitung und -Technik umgesetzt werden. Auch unsere Kommunikation ändert sich stetig, so nutzen die Menschen die digitalen Informationsaustausch.