Gewerbeversicherung

Wichtiger Schutz für das eigene Unternehmen!

Die Gewerbeversicherung stellt ein wichtiges Sicherheitsnetz für Selbstständige, Unternehmer und Firmeninhaber dar. Egal ob Inhaber eines Handwerksbetriebs, Gastronom, Friseur oder freie Berufe wie Arzt oder Rechtsanwalt – gewerbliche Risiken können dazu führen, dass Erwerbstätige ohne die richtige Absicherung im schlimmsten Fall ihren Beruf aufgegeben müssen und sich darüber hinaus mit ihrem Privatvermögen hoch verschulden.

Genau davor schützt die Gewerbeversicherung. Sie wird häufig auch als Firmenversicherung bezeichnet und stellt ein Bündel an verschiedenen Versicherungen dar. Nach dem Bausteinprinzip können sich Interessierte diese abhängig von ihrer Tätigkeit zusammenstellen und genau an ihren Absicherungsbedarf anpassen.

Je nach Versicherungsumfang ist das Unternehmenseigentum bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl sowie Sturm und Hagel abgesichert. Zudem leistet die Versicherung, wenn Dritte im Rahmen der beruflichen Tätigkeiten durch den Versicherten oder seine Mitarbeiter geschädigt werden. Zu den versicherten Schäden zählen Personen-, Sach- und Vermögensschäden.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch spezielle Absicherungen für z.B. leitende Angestellte oder Geschäftsführer, aber auch einen speziellen Schutz für Unternehmen, welche Waren transportieren.

Die Absicherungsmöglichkeiten sind weit gefächert, testen Sie es einfach aus.

Welche Arten der Gewerbeversicherung gibt es?

Berufshaftpflichtversicherung

Die Berufshaftpflichtversicherung ist eine Haftpflichtversicherung für Selbstständige und Unternehmer, deren Kernaufgabe in der Beratung von Kunden, Auftraggebern und Mandanten liegt.

Für manche Berufsgruppen, unter anderem Ärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater, ist eine Berufshaftpflichtversicherung aufgrund des hohen Berufsrisikos sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Die Berufshaftpflichtversicherung deckt, je nach Berufsgruppe und individuellen Bedürfnissen, Personen- Sach- und Vermögenschäden an Dritten ab.

Sie fungiert als passiver Rechtsschutz, indem sie Haftpflichtansprüche prüft und gegebenenfalls abwehrt.

Betriebshaftpflichtversicherung

Die große Mehrheit aller Gewerbe in Deutschland lässt sich durch eine Betriebshaftpflichtversicherung gegen Forderungen Dritter absichern. Dies ist auch aus gutem Grund notwendig: Schäden, verursacht durch die betriebliche Tätigkeit, gelieferte Produkte oder Dienstleistungen, können schnell in die Millionen gehen. Die Betriebshaftpflichtversicherung, auch Gewerbehaftpflichtversicherung genannt, schützt Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler gegen Personen-, Sach- und unter Umständen auch Vermögensschäden. Da Gewerbetreibende gesetzlich zur Erbringung eines Schadensersatzes verpflichtet sind (§ 823 Abs. 1 BGB) und dies schnell die Existenz des Selbstständigen bedrohen kann, ist diese Versicherung fast schon obligatorisch für jeden Gewerbetreibenden.

Die gewerbliche Haftpflichtversicherung ist ein wichtiger Teil des Risikomanagements fast aller Unternehmen. Unternehmer müssen nicht nur für das eigene Handeln, sondern auch für das ihrer Mitarbeiter in vollem Umfang haften. Da es trotz größter Sorgfalt nicht immer möglich ist, alle Risiken und Gefahren zu vermeiden, schützt die Betriebshaftpflichtversicherung das Unternehmen und seine Mitarbeiter vor möglichen Schadensersatzforderungen Dritter.

Wie grenzt sich die Betriebshaftpflicht von anderen Haftpflichtversicherungen ab?

Im Bereich der Haftpflichtversicherungen gibt es drei zentrale Versicherungen: Betriebs-, Berufs- und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Alle zielen darauf ab, die Haftungsrisiken gegenüber Dritten abzudecken, welche durch die unterschiedlichen betrieblichen Tätigkeiten hervorgerufen wurden. Je nach Situation und Tätigkeit sind unterschiedliche Versicherungen zu empfehlen.

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt Personen-, Sach-, Umwelt- und unechte Vermögensschäden ab. Außerdem ist der gesamte Betrieb/die Praxis/die Kanzlei/das Büro und das gesamte Personal durch die Versicherung abgedeckt. Die Betriebshaftpflicht empfiehlt sich also für jedem Gewerbetreibenden mit Kundenkontakt, eigenen Räumlichkeiten oder Mitarbeitern.

Die Berufshaftpflichtversicherung hingegen ist vor allem für Freiberufler und Selbstständige vorgesehen. Sie umfasst in der Regel alle Schadensarten der Betriebshaftpflicht und bietet in den meisten Tarifen ebenfalls eine Absicherung gegen echte Vermögensschäden. Sie wird häufig gewählt, wenn eine Versicherungspflicht für Vermögensschäden besteht.

Die Vermögensschadenhaftpflicht bietet ausschließlich Schutz gegen Vermögensschäden. Sie dient oft als Zusatzbaustein für die Betriebshaftpflichtversicherung. Zusammen bieten beide Versicherungen umfassenden Schutz für alle mit eigenen Räumlichkeiten, Mitarbeitern, Kundenkontakt und erhöhtem Risiko für Vermögensschäden.

Geschäftsinhaltsversicherung

Was für private Haushalte die Hausrats-, ist für Unternehmen jeder Art die Geschäftsinhaltsversicherung. Sie ist für folgende Sachverhalte elementar:

  • Absicherung der eigenen, gemieteten oder geleasten Vermögengegenstände.
  • Bei Zerstörung des gesamten Betriebsinhalts durch unvorhergesehene Vorkommnisse (Rohrbruch, Brand, etc.).
  • Bei finanziellen Einbußen durch Stillstand des Geschäftsbetriebes in Folge eines Schadensereignisses

Die gewerbliche Inhaltsversicherung gehört somit zu den grundlegenden Versicherungen für jeden Unternehmer, Selbstständigen und Freiberufler.

  • Ohne den notwendigen Versicherungsschutz können Eigenschäden zur Insolvenz führen.
  • Geschäftsinhaltsversicherung übernimmt die Reparatur, Instandsetzung- oder Wiederbeschaffung des beschädigten Inventars.
  • Zerstörte Warenbestände und Betriebsausfallskosten werden ebenfalls übernommen.

Wer benötigt eine Geschäftsinhaltsversicherung?

Die Geschäftsinhaltsversicherung ist zurecht eine der wichtigsten Versicherungen, die Unternehmer für ihre Betriebe abschließen.

  • Empfiehlt sich für jeden Gewerbetreibenden, Arbeitgeber und Unternehmer.
  • Sowohl große Unternehmen als auch mittelständische und kleine Betriebe profitieren von einer Inhaltsversicherung

Eine Inhaltsversicherung richtet sich sowohl an Eigentümer als auch an Mieter.

  • Die Eigentumsverhältnisse spielen in der Zusammensetzung des Versicherungsschutzes keine Rolle
  • Fremde Gegenstände und Räumlichkeiten sind als Sonderfall durch die gewerbliche Inhaltsversicherung geschützt

Welche Gefahren sind durch die Inhaltsversicherung abgedeckt?

Abgesichert ist die technische und kaufmännische Betriebseinrichtung sowie Waren und gelagerte Vorräte.

Zu den versicherten Gegenständen gehören:

  • Maschinen und Werkzeuge, welche das Unternehmen zur Herstellung von Waren oder zur Erbringung von Dienstleistungen benötigt.
  • Die kaufmännische Einrichtung umfasst sämtliches Mobiliar und anderweitige Betriebsausstattung.
  • Die Versicherung greift auch, wenn das Eigentum des Vermieters beschädigt wird, welches dem Unternehmen zur Nutzung, Bearbeitung oder zum Verkauf überlassen wurde.
  • Die Kosten für Lösch-, Aufräum- und Abbrucharbeiten sowie die Wiederherstellung von Akten werden übernommen.
  • Mehrkosten für die Neubeschaffung von zerstörten Gegenständen sind ebenfalls enthalten.

Versichern kann man diese gegen Brand, Explosion, Blitzschlag, Einbruchdiebstahl oder Vandalismus, Leitungswasser- aber auch Sturm- und Hagelschäden

Firmenrechtsschutzversicherung

Aus einer kleinen Unstimmigkeit oder einem vermeintlich harmlosen Fehler kann schnell ein langwieriger Rechtsstreit entstehen.

Selbst bei einem relativ geringen Streitwert fallen in diesem Fall hohe Gerichts- und Anwaltskosten an. Gerade für kleinere Unternehmen mit wenigen Rücklagen ist die Gefahr sehr hoch, aufgrund eines Gerichtsverfahrens insolvent zu gehen. Durch den rechtzeitigen Abschluss einer Firmenrechtsschutzversicherung lässt sich dies jedoch verhindern. Gute Policen gibt es oft schon für eine geringe jährliche Prämie. Bei den meisten Assekuranzen lässt sich der Versicherungsschutz individuell nach dem persönlichen Bedarf zusammenstellen. Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Tarifen empfiehlt sich vorab ein genauer Versicherungsvergleich.

Welche Risiken deckt eine Rechtsschutzversicherung ab?

Kommt es zu einem Streit vor Gericht ist eine Firmenrechtsschutzversicherung ein unerlässlicher Schutz für das Unternehmen. Ein Grund hierfür ist, dass die Rechtsschutzversicherung für die Kosten infolge von juristischen Auseinandersetzungen aufkommt. Welchen Leistungsumfang ein Rechtsschutz erbringt, hängt stark von dem gewählten Tarif und Versicherer ab. Zu den am häufigsten abgedeckten Risiken zählen:

  • Streitigkeiten mit Sozialgerichten
  • Schutz bei Schadensersatzansprüchen von Dritten
  • Rechtliche Auseinandersetzungen mit Mitarbeitern
  • Kostenlose telefonische Beratung zu allen Rechtsfragen
  • Rechtsschutz bei Strafsachen und Ordnungswidrigkeiten
  • Versicherungsschutz bei Streitigkeiten mit Finanzbehörden
  • Disziplinar-, Standes-Rechtsschutz sowie Verwaltungsrechtsschutz
  • Verkehrsrechtsschutz

Mittlerweile bieten nahezu alle Versicherer ihren Kunden eine kostenlose telefonische Rechtsberatung an. Dabei geben versierte Anwälte Auskünfte zu allen Rechtsfragen. Bei guten Policen gibt es diese Möglichkeit auch für nicht versicherte Rechtsgebiete. Zudem übernehmen zahlreiche Assekuranzen zumindest anteilig die Kosten für einen Mediator. Dabei handelt es sich um einen neutralen Vermittler, der versucht, außergerichtlich eine für beide Parteien befriedigende Lösung zu finden. Vorteilhaft ist dabei, wenn der Versicherte den Mediator frei wählen kann.